Diese Woche durfte ich zwei nette Maklerkollegen aus Stuttgart kennen lernen. Auf einem erst kürzlich teilgenommenen Seminar wurde den Kollegen Home Staging empfohlen und da sie mehr über das Thema erfahren wollten (vor allem der Kostenfaktor) luden sie mich zu einem Kennenlernen ein.

Das Gespräch verlief jedoch anders als von mir gedacht. Die beiden zweifelten die Erfolge des Home Staging bei länger leerstehenden Objekten nicht an. Sie räumten auch zweifelsohne ein, dass das Bildmaterial von gestagten Objekten was her macht. Aber diese Punkte wären für sie eher nachrangig. O.K. was wollen Sie dann mit Home Staging erreichen?

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Nein, ich meine damit nicht von Feuer verbrannte Häuser, sondern Immobilien, die mit einem überzogenen Kaufpreis an den Markt gebracht werden, sich über viele Monate kein Käufer finden lässt und dann mit einer fast nicht enden wollenden Preisspirale nach unten letztendlich verhökert werden.

Es liegt in der Natur eines Privatverkäufers, soviel wie möglich aus dem einmaligen Verkauf der Immobilie an Geld zu wollen. Auch die Beratung eines Maklers lässt er wirkungslos an sich abstreichen und der Makler geht, damit er auf jeden Fall den Auftrag erhält, mit dem völlig überzogenen Kaufpreis an den Markt. Denn sonst macht genau das einfach ein anderer Makler.
In den ersten zwei Wochen stehen auch einige Besichtigungstermine an, letztendlich sagen aber alle wegen dem Preis ab.

Meiner Erfahrung nach sind Kaufinteressenten sehr gut informierte Kunden, die genau wissen, was sie für Ihr Geld erwarten können. Natürlich gibt es auch Immobilien, für die ein Liebhaber einen überzogenen Kaufpreis hinlegt, das dürfte doch eher die Ausnahme darstellen.
Also, was passiert? Der Makler weis ganz genau, dass er für diesen Preis keinen Käufer findet. Jeglichen Mehraufwand für die Immobilie lässt er sein, hat ja schließlich doch keinen Zweck.
Er wird die Immobilie auf den verschiedenen Internetportalen als Anzeige schalten, evtl. vielleicht sogar noch eine Zeitungsanzeige, aber das war es auch schon.

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Immobilienfotografie Schnee im April, sind das aber schöne Türrahmen und zu welchem Raum gehört jetzt diese Ecke?

Mit einer Anzeige auf einem Immobilienportal soll eine große Liebe beginnen. Ein kaufwilliger Interessent muss vom Makler oder Privatverkäufer nur noch wie ein reifer Apfel vom Baum gepflückt werden. Doch was für Foto`s werden präsentiert? Schnee auf der Terrasse im April? Ja, gab es schon, aber ein Blick aus dem Fenster verrät, dieses Jahr nicht. Die Schlussfolgerung daraus: Das Objekt muss schon seit mindestens 4 Monaten auf dem Markt sein und ist noch immer nicht verkauft. Mhhh, denkt sich da der Interessent, da ist doch was faul und selbst wenn er sich auf die Anzeige meldet, drück er gleich mal auf den Preis.

Oder aber Foto`s die mangels richtiger Fotoausstattung einfach nicht richtig gelingen wollen. Um einen kleinen Raum mit einer kleinen Kamera zu fotografieren muss man außerhalb des Raumes stehen und schwupps, schon hat man den Türrahmen mit auf dem Bild. Da sagt sich der Interessent, uhhh ist das aber ein kleiner Raum. Da passen meine Sachen bestimmt nicht rein und möchte die Immobilie erst gar nicht besichtigen.

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